Sie fragen und die Kölner Zahnärzte in der PAN-Klinik antworten!

Nachfolgend finden Sie Antworten auf Fragen, die im Zusammenhang mit Zahngesundheit, Zahnpflege und Zahnersatz immer wieder auftauchen. Wir beantworten diese Punkte so, wie wir dies in der Kölner Zahnarztpraxis in der PAN-Klinik handhaben und behandeln.

Die Antworten sollen Ihnen einen ersten Überblick über die nachfolgenden Themen verschaffen – eine persönliche Beratung jedoch niemals ersetzen!

Sprechen Sie uns einfach an, wir nehmen uns gerne die Zeit, alles in Ruhe mit Ihnen zu besprechen.

Chirurgie

Die Entfernung der Weisheitszähne ist immer dann notwendig, wenn die Zähne, bedingt durch ihre Lage, keine Tendenz zum Durchbruch aufweisen. Dann spricht man von “verlagerten” oder “retinierten” Zähnen.
In diesen Fällen kann es zu Entzündungen um den Weisheitszahn herum, zur Zystenbildung und zu Wurzelresorptionen der Nachbarzähne kommen. Um diea zu vermeiden ist die Entfernung anzuraten.
Die Entfernung erfolgt entweder unter lokaler Betäubung oder unter Vollnarkose. In beiden Fällen ist die Eingriff nicht schmerzhaft.
Die Entfernung in Vollnarkose kann bei der simultanen Entfernung aller Weisheitszähne in einer Sitzung sinnvoll sein. Es kommt ggf nach erfolgter Behandlung zu weniger Wundschmerzen. Die Kosten werden teilweise von den Krankenkassen übernommen.
Ein Antibiotikum wird im zahnmedizinischen Bereich verschrieben, wenn eine dentogene, d. h. vom Zahn ausgehende Entzündung mit Ausbreitungstendenz und mit Verschlechterung des Allgemeinzustands, wie z. B. Fieber vorliegt. Bitte nehmen Sie das verschriebene Antibiotikum möglichst in Zeitabständen von 6-8 h ein, um eine optimale konstante Wirkstoffkonzentration in Ihrem Körper zu gewährleisten.

Die Einnahme von Antibiotika sollte mindestens für 5 Tage erfolgen, auch wenn die Symptome schon vorher abgeklungen sind. Wird das Medikament vorher abgesetzt, kann es zu Resistenzen kommen, d. h. das Antibiotikum kann bei erneuter Gabe unter Umständen keine oder nur verminderte Wirkung zeigen. Außerdem kann eine Verschlimmerung des Zustandes erfolgen. Eine bestehende Antibotikum-Allergie teilen Sie bitte immer Ihrem Zahnarzt bzw. Arzt mit.

Sie werden in unserer Praxis vor jeder chirurgischen Behandlung über notwendige Verhaltensweisen aufgeklärt. In den folgenden 2 Tagen nach dem Eingriff ist es für eine gute Wundheilung erforderlich, auf den Konsum von Koffein, Nikotin und Alkohol zu verzichten.
Auch körperliche Anstrengung sollte in den nächsten 10 Tagen vermieden werden, um das Nachblutungsrisiko einzuschränken und die Heilung zu fördern. Um Schwellungen zu verhindern empfiehlt es sich, mit einem Coolpack oder mit umwickeltem Eis zu kühlen. Wichtig ist, dass Sie das Eis nicht direkt ohne Schutz auf die Haut legen.
Die Nähte werden im Regelfall nach 7 Tagen entfernt.
Unmittelbar nach dem Eingriff können Sie eine Schmerztablette einnehmen, um Schmerzen vorzubeugen. Sie bekommen von uns einen Streifen mit Tabletten für den Tag und die Nacht nach der Behandlung mit. Auf die Einnahme von Aspirin sollte aufgrund der blutverdünnenden Wirkung verzichtet werden. Alternativ ist Paracetamol zu empfehlen. Sollte es zu starken Schmerzen kommen, sollten Sie sich bitte bei uns vorstellen.
Ist die Entzündung des Knochens im Bereich um die Wurzelspitze des Zahnes nicht durch eine Wurzelkanalfüllung zurückgegangen, bleibt als folgender Therapieschritt die Wurzelspitzenresektion. Hierbei wird bei bestehender Wurzelfüllung die Wurzelspitze als Entzündungsherd durch einen mikrochirurgischen Eingriff entfernt.

Implantate

Implantate sind aus Titan gefertigte Zylinder, die in den Kieferknochen eingebracht werden und die Funktion der Zahnwurzel übernehmen. Nach einer Einheilphase werden diese mit Einzelkronen, mit Brücken oder Aufbauten versorgt, die den Halt herausnehmbaren Zahnersatzes (Prothese) deutlich optimieren.
Die Funktion ist somit vielfältig:
– der Schluss einer Einzelzahnlücke
– die festsitzende Versorgung bei größeren Zahnlücken oder zahnlosem Kiefer,
– die Verankerung von herausnehmbaren Zahnersatz.
Durch die Versorgung mit Implantaten kann der Prothesenhalt deutlich verbessert werden, gerade wenn es im Laufe der Jahre zu erhöhtem Knochenabbau gekommen ist.
Implantate werden aus Titan hergestellt. Titan ist das Metall mit dem geringsten Allergiepotential und wird vom Körper im Regelfall gut angenommen.
Nach einer ausführlichen Beratung erfolgt die Anfertigung einer Bohrschablone um die optimale Lage der Implantate röntgenologisch zu überprüfen. Anschließend werden die Implantate unter lokaler Betäubung gesetzt. Es folgt eine Einheilphase von 3-6 Monaten, bei der das Implantat fest in den umliegenden Knochen einwächst. Daraufhin wird das Implantat freigelegt, das heißt die Schleimhautabdeckung entfernt und ein so genannter Gingivaformer aufgesetzt, um das Zahnfleisch für ein optimales ästhetisches Ergebnis zu formen. Ist dies erreicht, erfolgt die definitive Versorgung.

3D Diagnostic, DVT

Die digitale Volumentomographie (DVT) ist ein 3D Tomographieverfahren, welches auf Röntgenstrahlen basiert. Die DVT ermöglicht die Erzeugung von hochauflösenden Schnittbildern in allen Raumebenen sowie die Berechnung dreidimensionaler Ansichten. Die moderne DVT bietet gegenüber der CT eine maximale Ortsauflösung bei geringer Strahlenexposition.
Durch die exzellente Kontrastierung von Hartgeweben eignet sich die DVT im Besonderen zur präimplantolgischen Diagnostik. Wichtige anatomische Landmarken in der Nachbarschaft, wie der Mandibularkanal und die knöcherne Kieferhöhlenbegrenzung, können in allen drei Ebenen abgegrenzt werden. Somit ist eine umfassende und sichere Analyse des Implantatlagers möglich. des Weiteren können die akquirierten Bilddaten in spezialisierten Planungsoberflächen zur virtuellen Implantatplanung verwendet werden.
Zahnverlagerung und -retentionen können durch Einsatz der DVT zweifelsfrei visualisiert werden. Die exakte Darstellung von anatomischen Landmarken, wie z.B. Mandibularkanal oder Kieferhöhle, ermöglicht eine optimale Operationsplanung und schonende Zahnentfernung. Bei der selektiven Darstellung von apikalen Prozessen ist die DVT allen andern Verfahren in der Zahnheilkunde überlegen und kann so für die Planung von Wurzelspitzenresektionen eingesetzt werden.

Die DVT -Untersuchung eignet sich hervorragend zur Darstellung der anatomischen Verhältnisse von zahnwurzeln und periapikaler Prozesse. Auch im rahmen der dentalen Traumatologie findet die DVT Anwendung zum Ausschluss von Wurzelfrakturen, internen und externen Resorptionsvorgängen. Im Fall von Komplikationen nach endodontischer Behandlung können Fremdkörper oder pathologische Prozesse hochauflösend dargestellt werden.

Parodontologische Veränderungen des Zahnhalteapparates werden im Gegensatz zu zweidimensionalen Projektaufnahmen in der DVT zweifels- und vor allem überlagerungsfrei dargestellt. Horizontaler Knochenabbau, vertikaler Knocheneinbrüche und Furkationsbefunde können entlang aller Zahnoberflächen nachgewiesen werden. Daher liefert die DVT eine wichtige Hilfestellung bei der Planung von regenerativen und augmentativen Behandlungsmaßnahmen.

Konservierende Zahnheilkunde und Endodontie

In unserer Kölner Zahnarztpraxis in den Räumen der PAN KLINIK wird aufgrund der aktuellen Diskussion kein Amalgam als Füllungsmaterial verwendet.

Das Keramikinlay ist sicherlich ist das beste Material mit dem Höchstmaß an Ästhetik und Haltbarkeit.

Das Goldinlay ist bezüglich der Materialeigenschaften auch ein Favorit, wird aber immer mehr durch das doch genauso haltbare, immer weiterentwickelte und viel ästhetischere Keramikinlay ersetzt und hat in unserer hochmodernen Praxis, die nach neusten wissenschaftlichen Prinzipien arbeitet, nur noch einen sehr eingeschränkten Stellenwert.

Die aktuellen, modernen Komposite, sind plastische Füllungsmaterialien der Wahl zum Sofortgebrauch. Bei uns sind nur Kunststoffe mit Mikrofüllern aus Keramik zur besseren Stabilität.

Mit Komposit sind optimale ästhetische Ergebnisse zu erzielen; es passt sich durch die Auswahl von 16 verschiedenen Farbnuancen und dem sogenannten materialeigenen Chamelioneffekt dem natürlichen Zahn ideal in der Farbe an.

Die materialspezifischen Eigenschaften garantieren eine Haltbarkeit von 5-10 Jahren. Trotzdem sind können sie noch nicht mit der Sicherheit und Haltbarkeit von Keramikinlays konkurrieren.

Glasionomerzement bieten wir als Alternative an. Dieser weist als langzeitprovisorische Versorgung eine Haltbarkeit von ca. 2-3 Jahren auf und wird von der Krankenkasse komplett übernommen.

Um einen Zahn längerfristig mit einem Höchstmaß an Ästhetik und Materialeigenschaften zu versorgen, empfehlen wir Ihnen Keramikinlays als beste Alternative.

Keramik, als zahnmedizinisches Material dem natürlichen Zahn am ähnlichsten, bietet eine perfekte Anpassung an die Farbe aufgrund individueller Gestaltung durch Keramikschichtung und anschließender Bemalung. Auch die Materialeigenschaften sind unübertroffen.

Keramikinlays werden nach Abdrucknahme der Kavität, des entstandenen Loches, in unserem hauseigenen zahntechnischen Labor hergestellt und mittels Adhäsivtechnik eingeklebt. Muss bei dem zu versorgenden Zahn auch ein Höcker ersetzt werden, ist eine Teilkrone erforderlich. Im Gegensatz zu einem Inlay wird bei einer Teilkrone die Außenfläche des Zahns teilweise mitersetzt, d.h. mit Keramik umfasst. In diesem Fall wäre ein plastisches Füllungsmaterial aufgrund der Scherkräfte des Kauvorgangs als Versorgung ungeeignet.

Wenn das vitale Nervengewebe, welches sich im Zahninneren befindet, von Karies befallen wird, kommt es zu starken Schmerzen. Oft erscheint dem Betroffenen der Zahn als zu hoch und es schmerzt beim Zusammenbeißen.

In diesem Fall ist eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich, bei der das vitale Nervengewebe vollständig entfernt wird. Im Anschluss wird ein Medikament in den Wurzelkanal eingebracht, welches bei Bedarf mehrfach gewechselt werden kann, bis die Beschwerden abgeklungen sind.

Ist der Zahn völlig symptomlos, kann die Wurzelkanalfüllung durchgeführt werden, bei welcher der entstandene Hohlraum im Zahn durch ein Wurzelfüllmaterial bis zur Wurzelspitze dicht aufgefüllt wird.

Wurzelkanalbehandelte Zähne sind in Ihrer Stabilität aufgrund des Substanzverlustes stark geschwächt, so dass eine Versorgung mit indirekten, das heißt laborgefertigten Restaurationen erforderlich wird. Hier stehen Teilkronen oder Vollkronen zur Verfügung, die den Zahn durch die Umfassung der Außenwände stabilisieren. Ist die verbliebene Zahnhartsubstanz sehr gering, wird eine zusätzliche Versorgung mit Stiftaufbauten erforderlich, um die Stabilität zu erreichen. Hierbei werden stabile Stifte in die Wurzelkanäle einzementiert.
Nicht alle dunklen Verfärbungen auf den Zähnen sind aktive Karies. Auch von außen bedingte Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Rotwein können als dunkle Flecken auffallen. Häufig treten diese Verfärbungen in schlecht zu reinigenden Nischen auf, wie z. B. in Fissuren oder an den Rändern alter Füllungen. Um Verfärbungen von kariösen Veränderungen im Fissurenbereich unterscheiden zu können, bieten wir unseren Patienten die minimalinvasive Diagnose mittels Diodenlaser an.
Sensible Zahnhälse entstehen dadurch, dass sich das Zahnfleisch durch falsche Putzgewohnheiten oder Fehlbelastung zurückzieht und somit das Dentin freiliegt. Dentin ist die innere Zahnsubstanz und sehr viel empfindlicher als der Schmelz, der sonst den Zahn komplett bedeckt.

Wenn der „freiliegende Zahnhals“ nun mit etwas Süßen, Kalten oder Heißen in Berührung kommt, werden diese Empfindungen übersteigert durch das Dentin als Schmerz wahrgenommen.

In diesem Fall können die Zähne von dem Zahnarzt mit einem Lack versiegelt werden. Zusätzlich schützt die Verwendung von Zahnpasta für überempfindliche Zähne durch die Einlagerung von Mikrokristallen oder Fluorid.

Wenn Sie im Rahmen der Füllungstherapie lokal betäubt wurden, empfiehlt es sich bis zum Abklingen der Betäubung nicht zu essen, um unkontrollierbare Verletzungen der betäubten Weichgewebe wie Zunge und Wange zu vermeiden.

Prophylaxe

Prophylaxe bedeutet das „Vorbeugen“ von Erkrankungen, d. h. eine Behandlungsmaßnahme, die das Entstehen von Krankheiten weitgehend verhindern soll. Im zahnmedizinischen Bereich betrifft das Karies und Parodontose (Zahnfleischerkrankungen).
Wir bieten unseren Patienten als Prophylaxe die professionelle Zahnreinigung (PZR) an.
Im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung werden von den speziell ausgebildeten Dentalhygienikerinnen die Zähne intensiv gereinigt, so dass der für Karies und Parodontose verantwortliche Biofilm aus Bakterien, die konstant an der Zahnoberfläche haften, gar nicht erst entstehen kann. Zudem erhalten Sie individuelle Tipps zur Optimierung Ihrer häuslichen Mundhygiene. Die PZR kann bei normalem Kariesrisiko halbjährlich, bei erhöhtem auch öfter durchgeführt werden. Bei Parodontosepatienten wird nach der eigentlichen Parodontosebehandlung ein PZR-Recall in 3-6 Monatsabständen angesetzt, bei dem die Zahnfleischtaschen regelmäßig kontrolliert und ggf. nachbehandelt werden. Der Hintergrund der PZR ist die Aufrechterhaltung eines optimalen Mundhygienezustands, um Karies und Parodontitis vorzubeugen.
Die professionelle Zahnreinigung wird von der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) aktuell nicht übernommen und muss vom Patienten selbst getragen werden. Für junge Patienten unter 18 Jahren stellt die GKV ein umfassendes Prophylaxeprogramm zur Verfügung.
Auch trotz regelmäßiger PZR ist die tägliche häusliche Mundhygiene entscheidend für Ihre langfristige Zahngesundheit.
Wichtig ist hierbei eine regelmäßige Pflege, mindestes 2 x täglich, morgens und abends, in Kombination mit Interdentalraumpflege, wie z. B. Zahnseide oder Interdentalraumbürstchen. Auch die Zungenpflege mit der Zahnbürste ist ein wichtiger Bestandteil der häuslichen Mundhygiene.

Entscheidend ist hierbei, den pH-Wert, der durch den Konsum von süßen oder sauren Speisen sinkt, stets wieder in einen normalen Bereich zu bringen. Dies geschieht entweder durch sofortige Reinigung nach dem Konsum der Speisen oder durch Neutralisation mit zuckerfreien Kaugummis.

Es empfiehlt sich, die Zähne möglichst nach dem Konsum von Speisen zu putzen, um das langfristige Verweilen von Speiseresten auf den Zähnen und somit den pH-Wert-Abfall zu verhindern.
Bei sehr sauren Speisen, wie z. B. Südfrüchten ist allerdings zwischen Verzehr und Zähneputzen mindestens eine halbe Stunde Zeit zu lassen, damit der Schmelz durch die Kombination von sehr saurem pH-Wert und mechanischer Einwirkung nicht zu Schaden kommt.
Die Zwischenraumpflege ist unverzichtbar. Nur mit speziellen Mundhygieneartikeln, wie z. B. Zahnseide, Interdentalraumbürstchen etc. können Sie die Zahnzwischenräume erreichen und säubern. Die Zahnzwischenräume sind durch ihre Nischenform besonders gefährdet für Plaqueanlagerung und somit Kariesentstehung und sollten demnach optimal gereinigt werden.
Eine ausgewogene gesunde Ernährung wirkt sich auch positiv auf Ihre Zahngesundheit aus. Auch unter diesem Aspekt ist vor allen Dingen der regelmäßige Konsum von Süßspeisen oder Kohlenhydraten zu vermeiden. Zucker oder auch versteckte Zucker, z. B. in Ketchup, werden von den kariesverursachenden Bakterien verstoffwechselt und ermöglichen eine bessere Anheftung der Bakterien an den Zahn (Biofilm). Durch die Verstoffwechselung sinkt der pH-Wert es entsteht Karies. Demnach ist der Konsum von Süßspeisen soweit einzuschränken wie möglich, oder zumindest die Frequenz des Verzehrs zu minimieren. Besser die Tafel Schokolade direkt komplett aufessen, als sie sich über den Tag in kleinen Stücken einzuteilen.
Mundgeruch kann mehrere Ursachen haben. Zurückzuführen ist der schlechte Geschmack jedoch in jedem Fall auf die vermehrte Ansammlung von Bakterien in der Mundhöhle. Bakterien häufen sich vermehrt in Nischen an, z. B.
– in Zahnfleischtaschen,
– auf der Zunge oder
– im Bereich der Schleimhautkapuzen der Weisheitszähne.

In jedem Fall gilt es, die Bakterien zu beseitigen, welches im Rahmen einer PZR oder Zahnfleischbehandlung geschieht.

Prothetik

Ein Zahn muss überkront werden, wenn nicht mehr genügend natürliche Zahnsubstanz vorhanden ist. Eine Krone hat die Funktion, den Zahn aufzubauen und zu stabilisieren. Mit einer Brücke wird eine Zahnlücke geschlossen, indem die beiden angrenzenden Zähne beschliffen werden.
Für einen optimalen ästhetischen Effekt arbeiten wir hauptsächlich mit Keramik. Es gibt die Möglichkeit, den Zahnersatz aus Vollkeramik oder aus einem Metallkern, der mit Keramik verblendet wird, herzustellen. Als „Metallgerüst“ verwenden wir nur hochgoldhaltige Legierungen mit geringem Allergiepotenzial.
Eine Zahnlücke sollte langfristig immer versorgt werden, weil es sonst zu unerwünschten Zahnwanderungen oder Kippungen kommen kann. Das hat nicht nur ästhetische Nachteile, sondern bringt auch funktionelle Störungen mit sich.
Unerwünschte Fehlstellungen oder Formveränderungen der Schneidezähne können mit so genannten Veneers ästhetisch optimal korrigiert werden. Der Zahn wird zunächst in diesem Rahmen auf der Vorderfläche geringfügig beschliffen und dann in eine in unserem Labor hergestellte Keramikschale adhäsiv befestigt. Individuelle Keramikschichtung und Bemalung sorgen für ein perfektes Ergebnis, das durch unser Praxislabor in Zuasmmenarbeit mit Ihnen perfektioniert wird.
Wenn das Provisorium, das Sie bis zum Fertigstellungstermin Ihrer Krone bzw. Brücke tragen, herausfällt, sollten Sie dies auch wieder durch einen Zahnarzt einsetzen lassen. Sind Sie zunächst terminlich oder örtlich verhindert, können Sie das Provisorium auch selbständig mit etwas Zahnpasta wieder befestigen. Der Zahn sollte aber möglichst nicht längere Zeit unversorgt bleiben, um Frakturen oder Empfindlichkeiten vorzubeugen.
Der Halt und die Passform Ihrer Prothese sind von dem Zustand an vorhandenem Kieferknochen abhängig. Der Kieferknochen wird im Laufe des Alters abgebaut. Wenn Sie Ihre Prothese schon länger tragen, kann der Halt durch eine so genannte Unterfütterung verbessert werden. Dabei wird Material erneut auf die Prothese von unten aufgetragen, so dass die Passform und dadurch auch der Halt optimiert wird. Ist dies nicht ausreichend, kommt die elegante Lösung durch Implantate in Betracht. Dabei werden Titanstifte in den Kieferknochen eingebracht und mit einer Suprakonstruktion versorgt, so dass die Prothese fest stabilisiert ist.
Die Reinigung Ihres Zahnersatzes wird mit einer Prothesenbürste, alternativ mit einer Zahnbürste unter fließendem Wasser mit etwas Seife durchgeführt. Die Einlage in Reinigungslösungen wie Kukident ist nicht mehr zu empfehlen.
Um Ihrer Mundschleimhaut Zeit zur Regeneration zu geben, wird empfohlen, die Prothese in der Nacht nicht zu tragen.
Wenn Sie auf Ihren Zähnen verankerten Zahnersatz tragen, ist die Pflege Ihrer eigenen Zähne sehr wichtig, um diese möglichst langfristig zu erhalten.
Gerade wenn Sie Zahnersatz tragen, stellen Sie sich bitte halbjährlich in unserer Praxis vor.
Auch wenn Sie herausnehmbaren oder festsitzenden Zahnersatz tragen, können Karies oder Parodontitis entstehen. Gerade am Übergang von Kronen oder Brücken zum eigenen Zahn, am so genannten Kronenrand, kann durch Plaqueansammlung leicht Karies entstehen. Demnach ist ein regelmäßiger Zahnarztbesuch auch bei Zahnersatz wichtig, um Ihre Zahngesundheit zu erhalten.

Kinderzahnheilkunde

Der erste Zahnarztbesuch sollte stattfinden, wenn alle Milchzähne durchgebrochen sind.
Ihre Kinder sollten sobald wie möglich versuchen, eigenständig ihre Zähne zu putzen. Zu Beginn ist es für die Eltern sinnvoll nachzuputzen oder mit der Zeit das Ergebnis zu kontrollieren.
In diesem Fall könnte es wegen des erhöhten Fluoridanteils zur Überfluoridierung in Kombination mit anderen Fluoridquellen, wie z. B. Fluoretten kommen. Deshalb ist es wichtig, bei Kindern bis zu einem Alter von 6 Jahren ausschließlich Kinderzahnpasta mit einem Fluoridanteil von 250 ppm zu benutzen.
Ab einem Alter von 6 Jahren kann 1 x wöchentlich mit einer Zahnpasta mit höherem Fluoridanteil, z. B. elmex gelee geputzt werden. Zudem wird durch den Zahnarzt 2 x jährlich mit so genannten Fluoridlacken fluoridiert.
Die Pflege der Milchzähne ist sehr wichtig, um das Kind von Anfang an eine optimale Mundhygiene zu gewöhnen. Durch kariöse Milchzähne können bleibende Zähne durch die räumliche Nähe sekundär auch Schaden nehmen. Zudem findet im Zustand des Wechselgebisses auch eine unerwünschte Bakterienverschleppung von kariösen Milchzähnen zu bleibenden Zähnen statt.
Gerade bei Kindern ist es wichtig, auch in Hinblick auf die Zahngesundheit auf eine gesunde Ernährung zu achten. Unbedingt zu vermeiden ist die wiederholte Gabe von gesüßten Getränken, wie z. B. Limonaden, Säfte oder auch gesüßtem Tee in der Nuckelflasche. Durch dieses Verhaltensmuster entsteht eine typische Kariesverlaufsform, an der mehr oder weniger alle Milchzähne betroffen sind. Auch auf versteckte Zucker ist zu achten. Von süßen Brotaufstrichen auf Weißbrot sollte auf Käse und Schwarzbrot umgestellt werden. Auch süße Zwischenmahlzeiten sind, wenn möglich, durch Obst oder Gemüse auszutauschen.

Kiefergelenk/Funktionsanalyse

Es knirscht und knackt im Kiefer-Gebälk! Heutzutage ist das Krankheitsbild der sogenannten Kraniomandibulären Dysfunktion (CMD) weitverbreitet. Häufige Ursachen sind z. B.
– Stress,
– Fehlbelastungen im Zusammenbiss
– oder Muskelverspannungen im Halswirbelsäulenbereich.

Die Symptome sind unterschiedlich. Die Bandbreite reicht von
– ständigen Kopfschmerzen,
– Zähnepressen in der Nacht und tagsüber,
– bis hin zu Muskelverspannungen der Kaumuskulatur.

Ist der Bänderapparat des Kiefergelenks durch Dys (= Fehl) funktionen überstrapaziert, kommt es bei weiten Öffnungs- und Schließbewegungen zu einer räumlichen Veränderungen des Kiefergelenks. Der Diskus, eine Knorpelscheibe, läuft nicht alle Bewegungen des Gelenkköpfchens mit, sondern verlässt die Öffnungsbahn. Demnach kommt es bei der Reposition, das heißt dem Wiederaufspringen des Gelenkköpfchens auf die Knorpelscheibe zu dem typischen Knackgeräusch.
Der erste Schritt der Therapie ist die Anfertigung einer Knirscherschiene, welche zu einer Entkopplung der Pressaktivität führt und die Zähne vor Abrieb schützt.
Zudem kann mit Wärmebehandlung und physiotherapeutischer Unterstützung die Muskulatur optimal werden.
Das Zähnepressen kann ein Ventil des Stressabbaus sein, welches meist unbewußt und konzentriert nachts geschieht.

Bleaching

Wir bieten zwei verschiedene Methoden an:

Das Home-Bleaching wird zu Hause mithilfe einer individuellen Bleichschiene vom Patienten selbst durchgeführt. Die mit Bleichmittel aufgefüllte Schiene wird für mehrere Tage nachts getragen.

Die Office-Bleach-Methode findet in der Praxis statt. Hierbei wird das Gel frei auf die Zähne aufgetragen, wobei das Zahnfleisch durch ein Gel geschützt wird. Die Dauer beträgt ca. 30 min und kann bis zum optimalen Ergebnis beliebig oft wiederholt werden.
Vor jedem Bleaching sollte eine professionelle Zahnreinigung mit Politur der betroffenen Zähne durchgeführt werden, um Verfärbungen durch Kaffee oder Tee zu beseitigen.

Durch das Bleichen können vorübergehende Irritationen der Zähne und des Zahnfleisches auftreten. Um überhöhte Empfindlichkeiten der Zähne zu vermeiden, ist es sinnvoll, in einem Zeitraum von 2 Wochen vor dem Bleaching elmex gelee zu verwenden.
Bei jedem Patienten ist ein Bleaching möglich. Nur wenn im Frontzahnbereich viele Kunststofffüllungen vorhanden sind, ist die Behandlung zu überdenken, da die Füllungen nicht mit den Zähnen heller werden. Unter Umständen kann man diese jedoch anschließend austauschen und der neuen Zahnfarbe anpassen. Das gleiche gilt für vorhandenen Zahnersatz wie z. B. Kronen oder Brücken im Frontzahnbereich. Es empfiehlt sich, vor der Anfertigung eines neuen Zahnersatzes die natürlichen Zähne aufzuhellen. Dann kann der Zahnersatz in helleren Farbnuancen angefertigt werden und das Lächeln somit erfrischen.
Nach dem Bleichen dunkeln 40% der Zähne sehr langsam wieder nach. Dies geschieht ungefähr innerhalb eines halben bis ganzen Jahres. Durch Bleachen können Zähne ca. 2 bis 3 Nuancen heller werden. Wichtig ist, dass Sie die unmittelbare Zeit danach auf farbige Nahrungsmittel verzichten. Die Haltbarkeit des Aufhellungseffekts wird stark von Eß- und Trinkgewohnheiten beeinflusst. Wer stark raucht, viel Kaffee, Tee und Rotwein trinkt, sollte seine Zähne regelmäßig aufhellen lassen.

Parodontosebehandlung

Dies sind die häufig von den Patienten selbst bemerkten Symptome einer Parodontitis. Durch eine vermehrte Anzahl parodontose typischer Bakterien kommt es zu generalisierten Entzündungen des Zahnhalteapparats mit dem hierauffolgenden Knochenabbau, wodurch es zu Blutungen und Zahnlockerungen kommt.
Die Ursachen von Parodontitis sind sehr variabel.
Neben genetischer Veranlagung, Stress, Rauchen und Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, ist auch eine dauerhaft unzureichende Mundhygiene von Bedeutung.
Es handelt sich hierbei um die systematische Therapie der Pathogenen, bei der Krankheitserreger aus der Mundhöhle entfernt werden. Zu Beginn werden Ihre Zähne intensiv gereinigt und poliert, Sie erhalten individuelle Pflegetips für die häusliche Mundhygiene. Zudem wird ein Bakterientest angefertigt, der im gentechnischen Labor ausgewertet wird Auch können wir auf Wunsch Ihre erbliche Veranlagung durch einen Gentest beurteilen.
Hiernach erfolgt die eigentliche Parodontosebehandlung, bei der der Zahnarzt die Bakterien und die Konkremente unter dem Zahnfleisch unter lokaler Betäubung entfernt.Wir therapieren hierbei mit einem hochmodernen Schallsystem um das kleinste Trauma und die größte Sicherheit zum Erfolg zu erhalten.
Danach kommen Sie alle 3-6 Monate zur Erhaltungstherapie, bei der Ihre Zahnfleischtaschen regelmäßig überprüft werden. Abschließend wird gegebenenfalls ein weiterer Bakterientest durchgeführt, um die erfolgreiche Therapie zu sichern.
Bei erfolgreicher Therapie wird sich der Zustand Ihrer Zähne spürbar verbessern, die Zähne werden durch die Regeneration des Zahnhalteapparats fester, die Blutungen aufgrund der Entzündungsprozesse des Zahnfleisches gehen deutlich zurück.
Um die Therapie zu unterstützen, sind Mundhygieneprodukte mit Triclosan-Zusatz zu empfehlen. Eine chlorhexidinhaltige Mundspüllösung wird während der Therapie bei unseren Patienten zur zusätzlichen Bakterienreduktion eingesetzt. Chlorhexidin sollte regelmäßig nicht länger als 2 Wochen angewandt werden, da es sonst zu unerwünschten Geschmacksirritationen und Zahnverfärbungen kommen kann.
Eine kurzfristige Empfindlichkeit der Zähne nach erfolgter Zahnfleischtaschenreinigung ist normal und auf den mechanischen Vorgang des Reinigens zurückzuführen. Die Empfindlichkeit nimmt nach der Wiederanlagerung des Zahnfleischs an den Zahn und durch Mineralanlagerungen wieder ab.

Finanzierungsmöglichkeit

In Zusammenarbeit mit unserem Partner, dem Deutschen Zahnärztlichen Rechenzentrum DZR, bieten wir selbstverständlich auch die Möglichkeit der Ratenzahlung an.

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